Königreich Preußen, Vereinstaler 1870 C, König Wilhelm I. - Silber
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1871 in Versailles: Ein preußischer König wird zum Kaiser ausgerufen. Wilhelm I. ist am Ziel seiner Träume, er hat es geschafft. Dabei war bei seiner Geburt nicht einmal abzusehen, dass er eines Tages überhaupt irgendeinen Thron besteigen würde. Wilhelm ist nur der zweitgeborene Sohn und hat als jüngerer Bruder zunächst keinen Erbanspruch. Deshalb schlägt er auch eine militärische Laufbahn ein und übernimmt hin und wieder kleinere diplomatische Aufträge. So reist er 1826 nach Russland, um Zar Nikolaus I. einen Antrittsbesuch abzustatten. Sein Aufenthalt fällt in die Zeit kurz nach dem Dekrabistenaufstand, was bei ihm eine lebenslange Furcht vor Revolutionen entstehen lässt. Fortan glaubt er, wie viele Politiker und Monarchen des Vormärz, an geheime Verschwörungen, welche auf den Sturz den Sturz der gekrönten Häupter in Europa hinarbeiten würde. Seine Schlussfolgerung: Jedes Zugeständnis an eine Volkssouveränität durch repressive Mittel muss verhindert werden.
Sein Hang zum Militär spiegelt sich in vielen seiner Entscheidungen wider, so spricht sich Wilhelm während der Märzrevolution 1848 für ein gewaltsames Vorgehen gegen die Demonstranten aus. Empört fordert das Volk ihn von der Thronfolge auszuschließen, weshalb Friedrich Wilhelm VI. seinen Bruder drängt ins Exil nach England zu gehen. Wilhelm gibt nach und reist nach London. Nur ein Jahr später kehrt er zurück. Seitdem sein Vater ihn 1840 zum offiziellen Nachfolger seines Bruders ernannt hatte, übernimmt Wilhelm 1858 für seinen erkrankten Bruder die Regentschaft. 1861 wird er König von Preußen.
Der neue König arbeitet schnell auf eine äußerst konservative Heeresreform hin. So will er keine parlamentarischen Einschränkungen seiner militärischen Befehlsgewalt hinnehmen, was im Abgeordnetenhaus in einem Verfassungskonflikt mündete. Als Reaktion beruft Wilhelm schließlich den preußischen Botschafter Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten, um im Kampf gegen das Parlament Unterstützung zu erhalten. Mit Bismarcks Unterstützung wird der Verfassungskonflikt schließlich 1866 beigelegt.
Nach der Reichsgründung wird Wilhelm 1871 im Schloss Versailles bei Paris zum Deutschen Kaiser proklamiert. Das einzige Problem an diesem Tag: Die Titelbezeichnung. Wilhelm möchte als „Kaiser von Deutschland“ ausgerufen werden. Um die deutsche Einheit nicht zu gefährden, welche noch nicht völlig gesichert ist, plädiert Bismarck für die Anrede „deutscher Kaiser“. Es ist der Großherzog von Baden, welcher das Problem löst. Er proklamiert den neuen Monarchen schlicht und einfach als „Kaiser Wilhelm I.“. Altersbedingt überlässt Wilhelm die Regierungsgeschäfte stärker seinem Ministerpräsidenten und Reichskanzler. Stattdessen legt der Kaiser seinen Fokus auf öffentliche Auftritte. Auch sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Wilhelm I. stirbt am 9. März 1888. Sein Sohn und Nachfolger Wilhelm überlebt ihn nur 99 Tage, bevor er seiner Krebserkrankung erliegt. Somit besteigt Wilhelms Enkel als Wilhelm II. im sogenannten Dreikaiserjahr den Thron.
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Ausgabejahr: | 1870 |
Ausgabeland: | Königreich Preußen |
Avers: | Kopf Wilhelm I. |
Revers: | Adler |
Durchmesser (mm): | 33.0 |
Erhaltung: | (st) Stempelglanz |
Material: | Silber |
Nominal: | Taler |
Prägestätte: | (C) |
Prägezeitraum von: | 1867 |
Prägezeitraum bis: | 1871 |
Raugewicht (g): | 18,5 |
Veredelung: | ohne Veredelung |
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